{"id":962,"date":"2016-06-29T11:13:41","date_gmt":"2016-06-29T09:13:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.jff.de\/kinderreporter\/?p=962"},"modified":"2016-06-29T16:45:29","modified_gmt":"2016-06-29T14:45:29","slug":"filmkritik-fannys-reise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kinderreporter.jff.de\/?p=962","title":{"rendered":"Filmkritik: Fannys Reise"},"content":{"rendered":"<p>Heute haben wir uns <strong>Fannys Reise<\/strong> beim 34. Kinderfilmfest in M\u00fcnchen angesehen. Darum geht es und so fanden wir ihn:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.jff.de\/kinderreporter\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Fannys.Reise-szn1.jpg\" rel=\"attachment wp-att-963\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-963 aligncenter\" src=\"http:\/\/www.jff.de\/kinderreporter\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Fannys.Reise-szn1-300x190.jpg\" alt=\"Les Visiteurs\" width=\"300\" height=\"190\" srcset=\"https:\/\/kinderreporter.jff.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Fannys.Reise-szn1-300x190.jpg 300w, https:\/\/kinderreporter.jff.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Fannys.Reise-szn1-768x485.jpg 768w, https:\/\/kinderreporter.jff.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Fannys.Reise-szn1-1024x647.jpg 1024w, https:\/\/kinderreporter.jff.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Fannys.Reise-szn1-475x300.jpg 475w, https:\/\/kinderreporter.jff.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Fannys.Reise-szn1.jpg 1795w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><em>Geschichte:<\/em> Die Hauptperson ist Fanny, die in einem Kinderheim lebt. Weil sie und ihre Schwestern j\u00fcdisch sind, m\u00fcssen sie aber bald vor den Deutschen fliehen. Ihnen werden neue Namen gegeben und ihnen wird eingetrichtert, nur franz\u00f6sisch zu sprechen und ihre Herkunft nicht zu verraten. Sie haben es dann in einen Zug geschafft, doch Eli, ein Begleiter, hat sie im Stich gelassen, weil er selbst Angst hatte, gefasst zu werden. Frau Formant hat daraufhin Fanny zur Anf\u00fchrerin der Gruppe erkl\u00e4rt, weil sie die einzige ist, die das wirklich kann. Eli wird von der Polizei geschnappt. Die Kinder fl\u00fcchten in einen G\u00fcterzug und fahren nach Annemasse. Doch Frau Formant wartet dort nicht wie abgemacht auf sie. Sie gehen mit einem anderen Mann mit, werden aber von der Polizei geschnappt, weil eine Frau sie verr\u00e4t, um ihr eigenes Baby zu retten. Victor, einer aus der Gruppe der Kinder, kann aus dem Gef\u00e4ngnis eine Putzfrau auf sie aufmerksam machen, die Hilfe holt. Als sie wieder fliehen m\u00fcssen, bleibt Diane zur\u00fcck, die \u00e4lteste, die die Polizei nicht auf sie aufmerksam machen will.<\/p>\n<p>Trotz allem erleben die Kinder gl\u00fcckliche Momente, z.B. spielen sie im Wasser, mit dem Ball und mit Tieren. Die fr\u00f6hliche Stimmung wird durch die Musik immer gut unterst\u00fctzt, so dass man den Ernst kurz vergessen kann. Sie finden schlie\u00dflich eine verlassene Bergh\u00fctte, wo sie sich sicher f\u00fchlen. Die kleinen Kinder essen allerdings giftige Beeren, so dass Fanny Hilfe im Dorf holen muss. Bei dem Bauern, der ihnen hilft, d\u00fcrfen sie eine Weile bleiben. Hier treffen sie auch Diane wieder, die es geschafft hat, zu fliehen. Doch dann kommen die deutschen Soldaten wieder und die Kinder m\u00fcssen wieder fliehen. Ein Schmuggler bringt sie in die N\u00e4he der Schweizer Grenze. Sie m\u00fcssen sehr vorsichtig sein auf dem letzten St\u00fcck, weil \u00fcberall Soldaten sind. Sie klettern durch ein Loch im Maschendrahtzaun und laufen \u00fcber das Niemandsland. Doch Rachel bleibt zur\u00fcck. Fanny muss sie holen, w\u00e4hrenddessen haben die Deutschen sie schon entdeckt und schie\u00dfen auf die Kinder. Fanny l\u00e4uft aber im Zickzack, wie sie es von Eli gelernt hat und schafft es mit Rachel zusammen \u00fcber die Schweizer Grenze.<\/p>\n<p><em>Kamera<\/em>:\u00a0Der Film ist unglaublich sch\u00f6n und ber\u00fchrend inszeniert. Der Regisseur \u00a0hat viel mit Gef\u00fchlen, wie Angst, Trauer und Einsamkeit gearbeitet.\u00a0 Aber auch Freude, Vertrauen \u00a0und Mut spielten hier eine gro\u00dfe Rolle. Die Kamera hat oft Szenen so wiedergegeben, dass \u00a0man sich in die Personen hineinf\u00fchlen konnte. Zum Beispiel hat sich das Bild, als die Kinder in einer fremden Stadt waren, in der sie sich nicht auskannten und den \u00dcberblick verloren hatten, ganz schnell und wirr bewegt. Als sie auf der Flucht waren, wurde das Bild wild oder ab und zu wurde aus der Point of View (Ego-Perspektive) gefilmt, was dem Film abermals eine sehr realistische Wirkung gegeben hat. Der Film griff gr\u00f6\u00dftenteils \u00a0auf die Halbtotale (von Bauch bis Kopf) oder die Amerikanische (von Knie bis Kopf) Perspektive zur\u00fcck, um den Zuschauern die Beziehungen zwischen den einzelnen Personen n\u00e4herzubringen. Die Kleidung und das Aussehen der Kinder , die den Umst\u00e4nden entsprechend dreckig und zerlumpt aussahen, wurde in diesen Kamera-Einstellungen sehr deutlich gemacht, und die Zuschauer dadurch besonders gut in das Leben und die Umst\u00e4nde der Fl\u00fcchtigen eingef\u00fchrt. Um die Einsamkeit und die verlassene Umgebung, die die Kinder oft durchquerten, besser veranschaulichen zu k\u00f6nnen, wurde ab und zu auf die extreme Totale(volle Draufsicht) gewechselt. Der gr\u00f6\u00dftenteils ruhig verlaufende Film, \u00a0mit teilweise \u00e4u\u00dferst spannenden Sequenzen, ist \u00a0mitrei\u00dfend und gef\u00fchlvoll in Szene gesetzt.<\/p>\n<p><em>Kritik:<\/em> Der Film beruht auf einer wahren Geschichte, deshalb ist er teilweise auch ganz sch\u00f6n hart. Man merkt im Bauch immer, wenn es spannend wird. Die Musik unterst\u00fctzt das nat\u00fcrlich, teilweise ist die Musik auch richtig gruselig. Die Gef\u00fchle der Kinder sind sehr gut zu sp\u00fcren gewesen, weil sie so toll gespielt haben. Auch die Kameraf\u00fchrung hat die Gef\u00fchle und die Spannung unterst\u00fctzt. Die Kost\u00fcme haben gut zu der Zeit gepasst, so dass man sich direkt in die Zeit zur\u00fcck versetzt gef\u00fchlt hat.<\/p>\n<p><em><a href=\"http:\/\/www.jff.de\/kinderreporter\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/DSC_0005.jpg\" rel=\"attachment wp-att-964\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-964\" src=\"http:\/\/www.jff.de\/kinderreporter\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/DSC_0005-300x199.jpg\" alt=\"DSC_0005\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/kinderreporter.jff.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/DSC_0005-300x199.jpg 300w, https:\/\/kinderreporter.jff.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/DSC_0005-768x511.jpg 768w, https:\/\/kinderreporter.jff.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/DSC_0005-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/kinderreporter.jff.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/DSC_0005-451x300.jpg 451w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/em><\/p>\n<p><em>Anmerkungen zum Kinderfilmfest:<\/em> Das Kinderfilmfest hat viele tolle Filme, vor allem kann man sie schauen, bevor sie in Deutschland in die Kinos kommen. Also kommt alle her!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute haben wir uns Fannys Reise beim 34. Kinderfilmfest in M\u00fcnchen angesehen. Darum geht es und so fanden wir ihn: Geschichte: Die Hauptperson ist Fanny, die in einem Kinderheim lebt. Weil sie und ihre Schwestern j\u00fcdisch sind, m\u00fcssen sie aber bald vor den Deutschen fliehen. 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